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Motivsuche
Wie der Name schon sagt, bei Streetfotografie handelt es sich um Fotos von der Straße. In letzter Zeit fallen mir Aufnahmen auf, die in einem Raum oder Zimmer aufgenommen wurden, so wie es auf dieser Seite zu sehen ist, die einen Fotografie-Wettbewerb zur Streetfotografie einläutet.
Was nun das Portrait dieser älteren Dame mit Streetfotografie zu tun hat, will mir allerdings nicht ganz in den Kopf. Auch ist das Ablichten eines Portraits auf der Straße noch lange keine Streetfotografie. Der Bezug zur Straße sollte schon vorhanden sein.
Ein Portrait auf der Straße, bei dem der Bezug zur Straße eindeutig gegeben ist.
Auf der Straße muss man mit den Gegebenheiten zurechtkommen die sich einem bieten. Natürlich kann man Streetfotografie auch stellen, aber den Bezug zur Straße sollte man nicht vergessen.
Auch diese Aufnahme ergab sich nur für Sekundenbruchteile. Meistens fotografiere ich mit der Brennweite 70-200 mm um eine gewisse Distanz zu schaffen. Das lange Objektiv ist allerdings nicht immer von Vorteil, da man Blicke auf sich zieht und nicht unauffällig seine Motive suchen kann.
Wenn man es sich aber mitten im Getummel auf einer sonnigen Bank gemütlich macht, muss man Motive nicht suchen. Warten und bereit sein, zu jederzeit seine Kamera einsetzten zu können um im richtigen Augenblick abzudrücken.
Dies setzt voraus, dass man seine Kamera kennt, die Lichtverhältnisse gut einschätzen kann und den Fokus richtig setzt. Die Bildgestaltung ist zwar auch bei diesen Aufnahmen wichtig, kann man aber auch am PC nachbearbeiten.
Allerdings kommen nicht alle Motive von selbst vorbei um abgelichtet zu werden. Manche Motive muss man suchen wie die Ostereier.
Dafür hat man aber bei statischen Motiven, die sich nicht bewegen, die Möglichkeit und vor allen Dingen die Zeit, auf das richtige Licht zu warten oder auch mal ein Objektiv zu wechseln.
In Städten tut man sich immer etwas leichter, da die Masse an Motivvielfalt dort besser gegeben ist als auf dem Dorf.

Im Ausland ist es wohl am Einfachsten Motive zu finden, da die Location und die Lebensart sich sehr unterscheidet von der Heimischen. Deshalb sind diese Motive sehr wirkungsvoll und interessanter. Auch die Motivvielfalt aus den vergangenen Jahrzehnten haben ihren aussergewöhnlichen Reiz. Dies hat die vor kurzem entdeckte Fotografin Vivian Maier eindrucksvoll bewiesen.
Die rechtlichen Grundlagen kann man in einem Interview auf Kwerfeldein nachlesen, wenn es um Personen geht, die abgelichtet werden sollen. Aber auch architektonische Objekte sind manchmal nicht einfach ohne Probleme abzulichten. Gerade wenn es sich nicht um öffentliche Bereiche handelt, kann man zumindest Probleme bekommen.
3 Responses To “Street”
Hallo Christian,
Ich mag kritische Menschen und finde, du hast mit deinem Beitrag nicht ganz unrecht, wenn du dich auf die allgemeine Definition der Street Fotografie beziehst.
Es gibt mehrere Gründe, warum ich mich und die Teilnehmer bei dem Wettbewerb nicht so arg beschränke und auch mal ein Bild wähle, was nicht 100%ig in die Definition passt. Zum einen ist es so, dass sich die verschiedenen Sujets nunmal leicht bis stärker vermischen. Nachdem ich in den letzten Jahren hunderte Künstler und tausende Bilder gesehen habe, musste ich feststellen, dass die Essenz der Street Fotografie das Menschliche, das Situative, das Ungestellte, das Dokumentarische ist. Das versuche ich stets zu wahren. Ich hinterfrage nicht jedes Bild, ob alle Bedingungen darauf auch wirklich zutreffen, es kommt mir mehr darauf an, wie ein Bild entsteht, wie ehrlich die Fotografie ist und viele große “Street Fotografen” haben es genau so gehandhabt und tun es heute noch. Es darf auch mal ein Street nicht wirklich auf der Straße sein. Ein weiterer Punkt war, dass ich einen Titel für den Wettbewerb brauchte, der nicht aus 201 Wörtern besteht, damit auch jedes Fitzelchen darin beschrieben steht. Ich hoffe, du siehst mir das nach und verstehst, warum ich da ein wenig unverbissener drangehe…
Viele Grüße
Roman
Hallo Roman,
vielen Dank für deinen Kommentar.
Grundsätzlich habe ich dich eigentlich nur per Zufall verlinkt, da es mir auf deiner Seite extrem aufgefallen ist, dass ein Portrait-Bild einer älteren Dame, den Bezug zu deinem Streetfoto-Wettbewerb sehr vermissen lies.
Natürlich muss nicht alles auch auf der Straße passieren, das habe ich auch nicht behauptet, vielmehr sollte aber der Bezug zur Straße nicht verloren gehen.
Deine Seite diente lediglich als Einleitung für meinen Artikel, weil mir dies schon mehrmals in anderen Ecken aufgefallen ist. Natürlich sehe ich dir das nach
und ich hoffe Du nimmst jetzt nicht das Bild raus, dann müsste ich meine Einleitung wieder umschreiben
.
Manchmal stehe ich wohl verschiedenen Dingen auch etwas zu kritisch gegenüber, aber andere tun dies auch
.
lg
Christian
Keine Sorge, die Bilder lasse ich drin
…
Ich habe jetzt aber doch noch mal einige Seiten durchforstet und nach Definitionen gesucht. Eine wirklich eindeutige Regel gibt nicht. Ist also ein Street noch ein “wahres” Street, wenn es nicht auf der Strasse entstanden ist? Am treffendsten fand ich folgendes: “Streetfotografen sind Momentfotografen. Man hält Momente fest, die man eigentlich so nicht zu Gesicht bekommt.” Das ist doch das Entscheidende, nicht wahr!?