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Bildgestaltung

Ausgangsmaterial für die endgültige Bearbeitung waren zwei Macro-Bilder. Bereits vorab wurde eine SW-Umsetzung vorgenommen und die Bearbeitungschritte, die nötig sind, um an eine Bildaussage zu kommen. Schon jetzt würde das Bildmaterial an und für sich, für eine Ausbelichtung als fine-art-print ausreichen. Wer sich traut, jetzt noch weiter zu bearbeiten, sollte sich im Klaren darüber sein, dass man Bilder auch kaputtbearbeiten kann.
Trotzdem habe ich versucht noch etwas anderes aus den Bildern herauszukitzeln. Vom Farbbild zum SW-Bild und wieder zurück durch Tonung. Wie man vielleicht sieht, besitzen die Bilder bereits eine leichte Brauntonung. Aber nicht nur die Brauntonung oder auch Selen-Tonung genannt, aufgrund der chemischen Bearbeitung im Analog-Zeitalter, kann den Bildern einen zusätzlichen Schub in der Bildaussage geben.
Da das Ausgangsbild einer Pflanze natürlich immer etwas mit der Farbe Grün zu tun hat, drängt sich diese Farbe als Tonung natürlich auf. Dies ist aber nicht unbedingt nötig, wenn andere Farben die Bildaussage besser unterstreichen, sollte man auch zu anderen Farben greifen. Ein Zusammenspiel beider Bilder als eine Vorlage, ist dann vorteilhaft, wenn beide Bilder einen Bezugspunkt aufweisen können. In diesem Fall sind es die Tropfen, die hier den Betrachter in den Bann ziehen sollen. Die Pflanze dient hier nur als Beiwerk. Um Dynamik in das Bild zu kriegen habe ich die Tropfen fallend fotografiert. Als Betrachter könnte man Angst kriegen, dass der Tisch nass wird (grins..).
Den letzten Schliff erhält das Bild wenn man vom Unwesentlichen des Bildes Teile entfernt, so wie hier. Die Ränder werden etwas zerfranst, so macht es den Eindruck einer analogen Fotografie, die man jetzt auch als fine-art-printing auf Baryt-Papier ausbelichten kann.
Die Wahl des richtigen Papiers auf dem ausbelichtet werden soll, wäre dann der vorletzte Schritt zur richtigen Bildgestaltung. Richtig…vorletzter Schritt, denn die gute Präsentation des Bildmaterials ist dann erst der letzte Schritt, bevor man dem Betrachter das Bild vor Augen hält und erzählt, wie man es gemacht hat.
Alle drei Variationen haben ihren eigenen Charakter und es fällt schwer sich für eines der Auszüge zu entscheiden. Am Besten man lässt alle drei ausbelichten, dabei macht man bestimmt nichts verkehrt.
2 Responses To “Vom Foto zum Bild 3”
netter Beitrag welches Papier verendest du am liebsten ?
Da ich meine Bilder meistens in Rahmen setzte und an die Wand hänge, verwende ich mattes Portraitpapier. Hochglanzpapier verwende ich nur sehr selten. Barytpapier ist teuer und deshalb dürfen nur die besten Ablichtungen auf das Papier. Meistens kann ich mich aber nicht entscheiden ob das Bild gut genug für dieses Papier ist
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