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Der goldene Schnitt
Da auf meinem Blog der Artikel “goldener Schnitt war gestern?“, sehr hohe Zugriffszahlen vermeldet, scheint dieses Thema von sehr hohem Interesse zu sein. Aufgrund dieser Tatsache habe ich mich entschieden nochmals einen Artikel zu diesem Thema beizutragen.
Wie man nun im Video sehr schön erklärt bekommt, hat der goldene Schnitt zunächst einmal nichts Elementares mit der Fotografie und der Bilderstellung zu tun. Das Design der Schöpfungsgeschichte liegt erwiesener Maßen auf den Zahlen 1,618 begründet. Euklid erkannte dies bereits 300 v. Chr.
Teilt man die Gesamtstrecke M+m durch den großen Teil M oder die große Strecke M durch die kleine Strecke m, bekommt man die gleiche Zahl und somit den goldenen Schnitt S. Aufgrund dieser Gleichung berechnet sich ca. unser neues standardisiertes Fernsehbild mit dem Format 16:9. Auch die Formate 4:3 sowie 3:2 geben diese Verhältniszahl in etwa wieder.
Das der goldene Schnitt im visuellen Bereich zur harmonischen Komposition einzelner Bildelemente beiträgt, ist klar. Wie sieht es aber im audio-Bereich aus? Wie das Video beweist, scheint mit der Zahl 1,618 kein harmonisches Frequenzgemisch zu Stande zu kommen. Natürlich ist dies auch eine Frage des Geschmacks. Wenn man ein paar weitere Frequenzen dazumischt könnte auch hier wieder Harmonie entstehen. Wir sollten uns dann doch lieber wieder mit der visuellen Harmonie beschäftigen.
Wie werden nun Bilder nach dieser Regel aufgebaut? In einem Beispiel möchte ich erläutern wie Harmonie in einem Foto hergestellt werden kann.
In meinem Beispiel habe ich ein Portrait gewählt, welches nicht den goldenen Schnitt Regeln entspricht. Trotzdem ist es nach der Drittel-Regel komponiert. Das Model liegt im rechten Drittel des Bildes, es ist somit nicht mittig und gibt dem Gesamtbild eine gewisse Spannung dadurch, obwohl sich im Hintergrund, ausser Weiß, nichts abspielt. Bereits hier sieht man, wie sich eine gewisse Einhaltung der Schnitt-Regeln bemerkbar macht.
Nun das gleiche Bild nach den goldenen Schnitt-Regeln erstellt. Das Bild hat die Maße 30×20 cm. Wenn ich nun beide Zahlen durch die magische 1,618 teile, bekomme ich die Linien, auf die ich meine Akzent-Punkte setzte. Hierbei achte ich zunächst auf die Augen des Models. Eines der beiden Augen sollte sich im besagten Schnitt befinden. Es könnte aber auch die Nase sein, oder wie hier, das Ohr. Weitere Akzentpunkte, der Ellenbogen, werden ebenso auf die Schnittmarken gesetzt. Dies funktioniert natürlich nicht immer so. Je mehr Punkte man in den goldenen Schnitt bringt, desto harmonischer wird sich dies im Bild bemerkbar machen.
Das Endprodukt könnte also so aussehen. Wenn ich mir das Ergebnis so betrachte, bin ich schon geneigt zu sagen, dass das nach den Schnitt-Regeln erstellte Bild, harmonischer wirkt. Leider habe ich die Hände des Models jetzt nicht mehr auf dem Bild. Im Endeffekt ist es mal wieder reine Geschmacksache.
Der goldene Schnitt enthält noch mehr. Die in meinem letzten Artikel erwähnte Fibonacci-Spirale. Regeln sind dazu da, um sie zu brechen. Wenn man sie aber einhält, macht man zumindest nichts verkehrt.
2 Responses To “1,618 – goldener Schnitt”
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[...] goldenen Schnittes beschäftigen. Dies wird auf meinem Blog auch eifrig gemacht. Meine Artikel zum goldenen Schnitt sind hier Bestseller. Trotzdem will ich nochmals auf die Wichtigkeit der richtigen Bildgestaltung [...]