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Polaroid - das Transferverfahren.
Im letzten Artikel habe ich bereits darauf hingewiesen einen Artikel über das Transferverfahren im Pola-Bereich zu posten. Wie schon beschrieben ist das Arbeiten mit Polaroidfilmen sehr kreativ und breit gefächert. Eines der kreativsten Verfahren mit Polaroidfilm, stellt das Transferverfahren dar. Mit bestimmten Filmen ist es möglich, das Negativ auf die verschiedensten Träger zu transferieren.
Hierzu wird das Positiv vom Negativ des Polaroidbildes, gleich nach dem Start der Entwicklung, getrennt. Das Negativ wird sogleich im Anschluss auf den neuen Träger gelegt und mittels einer Holz- oder Gummiwalze festgerollt. Nach 2 Minuten wird das Negativ vorsichtig vom Träger getrennt und man kann sich das Ergebnis ansehen.
Hierbei kommen die verschiedensten Träger, von der Küchenrolle bis hin zum Büttenpapier, in Frage. Auch auf Textilien ist dies möglich, aber waschen dürfte hier zu Problemen führen.
Nicht alle Filme eignen sich für dieses Verfahren. Polaroid ist insolvent und ein neuer Sponsor hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Firma zu erneuern. Bis es soweit ist, Ich erinnere an die Pressekonferenz am 22.03.10, wird man sich noch mit den alten Filmen begnügen müssen die hier und da noch angeboten werden.
Speziell für diese Verfahren, und das bereits beschriebene “Lift of”-Verfahren, eignen sich nur Filme der Reihe 669, 59, 559, 809. Wem die Filme der Fa. Polaroid momentan zu teuer sind, kann auf den Fuji Film FP-100c umsteigen. Der FP-100c ist sogar im Handel erhältlich und man kann ihn ca. zwischen 11,00 EUR und 15,00 EUR erstehen. Der Film hat ein Format von 8,5 cm x 10,5 cm.
Das Besondere an diesem Film für dieses Verfahren ist, dass das Positiv vom Negativ unbedingt bei Dunkelheit getrennt werden muss. Ihm fehlt allem Anschein nach, die chemische Paste die der Polaroidfilm hat, um das Negativ lichtdicht zu machen. Nach ca. 45 Sek. kann das Licht wieder eingeschaltet werden und nach 2 Minuten das Negativ vom Träger genommen werden.
Für die Digital-Fans: Es gibt die verschiedensten Programme, auch kostenlose, die dieses Verfahren nachahmen. Ein Tutorial gibt es hier. Man sollte aber bedenken, ein Unikat wird man nie besitzen.
Das kleine Filmchen zeigt wie es geht. In diesem Film kann man auch den DayLab Dia-Printer sehen, mit dem man seine Dias auf Polaroidfilm bannen kann.
Bei Polaroidfilmen ist es manchmal von Vorteil das Aquarell- oder Büttenpapier nass zu machen. Mit dem Fuji FP-100c soll das allerdings keine gute Idee sein.
Auch sollte man seine Aufnahmen bei gutem Licht gemacht haben. Dunkle Aufnahmen eignen sich für diese Verfahren eher weniger.
Zum Schluss noch mal ein paar Pola-Bilder von Polaroid-Enthusiasten aus dem Flickr-Bereich.