- Posted by cgPhotography
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Ist das noch Fotografie? Was spricht denn eigentlich gegen eine gut gemachte Fotomontage oder Bildverfremdung?
Immer wieder ist zu lesen, Fotomontage oder Verfremdung hätte mit Fotografie nichts mehr zu tun. Aber verfremden wir denn nicht alle in gewisser Weise unsere Bilder? Sei es nur um Kontraste anzuheben, die Farben zu verstärken oder zu entsättigen, den richtigen Bildausschnitt zu wählen oder weitere Einschnitte mittels der EBV in die Originalaufnahme vorzunehmen.
Die Mittel um ein Foto zu manipulieren sind, im Gegensatz zu früher, einfacher geworden. Das besagt aber nicht, dass nicht schon früher an den Ausbelichtungen vom Negativ manipuliert wurde. Damals fing die Manipulation bereits mit der Wahl des für das Motiv geeigneten Negativfilms an. In der Dunkelkammer wurde durch gekonntes Nachbelichten und Abwedeln, durch pushen der Negativentwicklung oder chemischen Nachbehandlungen der Positive, die Wirkung der Aufnahme unterstützt.
Die Selen-Tonung war wohl hierbei die einfachste Art ein Bild zu verfremden. Wie damals, in der von Ansel Adams entwickelten Zonenfotografie, wird heute das Fotomotiv durch digitale HDRI-Maßnahmen, zur Herausgabe der letzten Informationen aus den Lichtern und Schatten gezwungen.
Auch reine Tonemapping-Eingriffe können ein Bild effektvoll aufwerten. Es muss nur gut gemacht werden und etwas sparsamer mit dem Mapping umgegangen werden. Trotzdem wurde das Motiv fotografiert und mit ihm alle Informationen, auch die, die man nicht gesehen hat.
Manipulation am eigentlichen Motiv, ist das noch der Fotografie zuzuordnen?
Tja…es scheiden sich die Geister, ob dies nun der Fotografie zuzuordnen ist oder auch nicht. Kunst kann es allerdings alle mal sein. Denn..am Ende zählt nur das Bild!