- Posted by cgPhotography
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So…nach dem ersten Artikel über die Nikon D90 folgt, wie versprochen, nun der nächste Beitrag. Diesmal möchte ich etwas zur Video-Funktion der D90 berichten. Wie ja allerseits bekannt, verfügt diese Kamera über eine Videofunktion, die von vielen DSLR-Fans etwas in Misskredit geraten ist. Es sei doch nur ein Gimmick um die Kamera besser an den Mann zu bringen oder, warum Video wenn ich denn fotografieren möchte. Auf der einen Seite stimmt es wohl, dass sich ein Fotograf nicht gerne mit Videofilmen herrum ärgern möchte. Auf der anderen Seite hat so eine Videofunktion aber dennoch seine Berechtigung. Zum Beispiel eine Dokumentation, über die Fotos die beim Shooting entstanden sind, zu erstellen. Wer einen Blog betreibt weiß, dass so etwas ganz nützlich sein kann. Wer nun schon bereits eine Videokamera sein eigen nennt, der kann sich über den Zuwachs freuen. Ein zweiter Blickwinkel schadet nie.
Folgendes Video wurde mit der Videofunktion der Nikon D90 gedreht. Das Video wurde mit MPEG 2 konvertiert und hat eine Größe von 200 MB.
Es gibt aber auch negative Aspekte die einen Videofilmer wohl eher zur Videkamera greifen lassen als zu einer DSLR, obwohl die Videofunktion in HD-Qualität Videofilme produziert. Videoaufnahmen bei Kunstlicht sind nicht zu empfehlen, es flackert an allen Ecken und Enden. Die Frequenz der Leuchtstoffröhren geben dem Chip den Rest. Bei Aussenaufnahmen kann man die Kamera ganz gut gebrauchen. Ein weiterer Negativpunkt ist der nichtvorhandene Autofokus bei Videoaufnahmen. Es wird somit eine sehr handwerkliche Arbeit, möchte man anständige Filmchen drehen. Der fehlende Bildstabilisator macht Macro- oder Teleaufnahmen zur schweisstreibenden Angelegenheit. Wer allerdings Zeit und Muße mitbringt, um mehrere Takes von einem Motiv zu drehen, der kann auch hier sein Video in den Kasten bringen. Das Drehen am Objektiv um eine Zoomfahrt zu gestalten mit gleichzeitigem Fokusieren ist allerdings nichts für ungeübte Videofilmer. Jede Berührung der Kamera kann im Video sichtbar werden. Einfacher hat man es allemal mit einer externen Videokamera, aber als Hilfskamera kann sich die DSLR D90 sehen lassen.
Fazit:
Die Videofunktion hätte besser ausgestattet werden müssen. Der fehlende Autofokus ist hier wohl das am Meisten vermisste Detail. Durch den Sucher kann man aufgrund des geöffneten Spiegels nichts sehen. Über den LifeView-Modus ist bei Sonnenlicht eine manuelle Fokusierung unmöglich. An einer DSLR ist ein Life-View Modus so unnütz wie ein Kropf. Man sieht sowieso nichts bei etwas hellerer Umgebung. Ohne Sucher, aufgrund des hochgeklappten Spiegels, macht man seine Aufnahmen dann blind. Das größere Display ist im ausgeschalteten Zustand beindruckender als im eingeschalteten Zustand. Ich habe mich viel zu schnell an das große Display gewöhnt. Um die Schärfe nach der Aufnahme im Display kontrolieren zu können, muss nach wie vor herangezoomt werden. Im Übrigen sind die Fettflecken auch größer geworden
. Nichts desto trotz bin ich mit dieser Kamera und seiner Aufnahmequalität sehr zufrieden und froh den Sprung von D80 auf D90 gewagt zu haben.