google+ facebook twitter rss

500 flickr

Plasticbody

M anchmal macht auch analog noch Spass! Zurück zu den Wurzeln oder “Tai-Chi der Fotografie”. “Holga, Agfa” und Co geben dem Fotografen Hilfestellung um -in sich- zu gehen und -Eins- mit sich selbst zu werden. In diesem hektischen digitalen Zeitalter kann es manchmal förderlich sein zu seinen Wurzeln zurückzukehren oder einfach mal was Neues Holga auszuprobieren. Unter “Neues” versteht sich natürlich hier, was neues “Altes”. Die Kameras von denen ich spreche haben gerade mal 50 Jahre auf dem Buckel und lösen immer noch einwandfrei aus. Staub auf dem Sensor gibt es nicht! Allerdings gilt es nach der Entwicklung mit alt her gebrachter Chemie, etwas Sorgfalt an den Tag zu legen.

W er kann es noch? Den Film in die Kamera legen? Gar nicht so einfach, wenn man sich lange nicht mit analoger Fotografie beschäftigt hat. Filme gibt es übrigens noch…aber wie lange noch, wenn keiner mehr kauft?! Kauft Leute, kauft, damit die analoge Fotografie nicht so ganz ausstirbt. In Kühlschränken lagern sie in den Fotofachgeschäften und warten bis sie jemand in die Kamera legt und sie in Negative verwandelt. Der Film ist nach der Entwicklung glücklich und es ist ihm egal, ob man aus ihm eine analoge Vergrößerung macht oder einen digitalen Scan vornimmt. Der Film ist anpassungsfähig sogar an das digitale Zeitalter.

N atürlich kann man auch heute noch ein kleines Vermögen für analoge Kameras ausgeben , aber heut ´ zu Tage sind sogar Mittelformat-Kameras, die früher ein Agfa-Click I großes Vermögen gekostet haben, bereits erschwinglich. Aber werfen wir die Augen nicht auf die teureren Dinge des Lebens, sondern sehen uns ganz unten im Preissegment um. Plastikkameras haben heute Konjunktur. Es gibt sogar Sammler die sich nicht mit einem Modell begnügen, sondern eine ganze Armada von diesen, mit Plastiklinsen bestückten Apparaten, in ihren Regalen und Vitrinen ausstellen. Ich habe auch eine! Aber keine “Holga” sondern eine “Agfa-Click I”. Warum “Agfa” agfa1 und nicht “Holga”? Nun da wäre zum Einen der Preis der mich dazu brachte mir eine “Agfa” zu zulegen. Zwischen 40,00 € und 50,00 € muss man für die “Holga”-Kamera hinblättern, einen Kasten der noch nicht mal lichtdicht ist. Das Isolierband aus dem OBI sollte man sich gleich dazu besorgen um überhaupt auf dem Film etwas erkennen zu können. Das ist aber der Flair dieses Objektes, nicht lichtdicht zu sein. Die aus einer “Holga” entsprungenen Fotos haben etwas künstlerisches ansich. Aber mehr oder weniger arbeitet der Zufall an der Kunst mit. Dies alles wollte ich nicht und griff deshalb zu der 5,00 € billigen “Agfa-Click I”. Im Gegensatz zur “Holga” gibt es diese Kamera natürlich nur noch im gebrauchten Zustand und mit der Garantie würde man so seine Probleme haben. Aber eben nicht mit den Fotos, die diese Kamera aus der Hüfte schießt. Eine Batterie sucht man bei diesen Kameras allerdings vergeblich, alles läuft manuell ab…analog eben.agfa2

W ie der Vorgang der Entwicklung eines SW-Filmes aussieht habe ich bereits in einem meiner Artikel beschrieben. Ich kann nur jedem raten sich doch nochmal in die Zeit der manuellen, handwerklichen Fotografie zurück zu versetzen und so einem Ding mal, vielleicht auf der nächsten Fototour, seinen Einsatz gönnen. Man braucht ja nur abzudrücken. Nicht vergessen den Film weiter zu rollen bis zum nächsten Bild, sonst gibt es Doppelbelichtungen, was aber wiederum sehr reizvoll sein kann.

Ü brigens… die “Agfa-Click I” wird bestückt mit 6 * 6 großem Mittelformatfilm (120 ´er). Für einen Scan optimal! Ausgelöst wird sie allerdings immer mit ca. 1/100 Sekunde. Es ist sogar möglich zwei Blendenwerte einzustellen, einen für Sonne und den anderen für Wolken. Interessant ist der Gelbfilter, der hinter die Linse geschoben werden kann. Er soll den Himmel etwas dramatischer hervorheben. Ich hab davon nix gemerkt, macht auch nix! Das Korn des Filmes ist eben noch Korn. Da verzichtet man gerne auf Neatimage und Co. Was ich fast vergessen habe…die “Agfa-Click I” ist “Made in Germany” .

W er jetzt nicht zuschlagen will , weil ihm die Preise immer noch zu hoch erscheinen, der kann sich mit etwas handwerklichem Geschick seine eigene Kamera bauen. Man nehme eine Dose und bohre ein Loch in mitten ihres Körpers…

Lochkamera im Selbstbau

One Response To  “Plasticbody”

  • 27.01.2010

    [...] der gewaltigen Masse der Digitalwelt ab. Endlich wieder analog, und zwar ohne Chemie-Panscherei. Holga , Agfa  Klick und Co. haben ja ähnliche Bilder zum Vorschein [...]


Leave A Reply